Schule ohne Rassismus

2013/2014: Gegen Rassismus im Sport

Rassismus im Sport ist seltener geworden –aber es gibt ihn leider immer noch.

Die SMV des Gymnasiums nutzte daher das Unterstufen-Fußballturnier, um den Teilnehmern den Wert von „Fairplay“ zu vermitteln und darauf aufmerksam zu machen, dass es wirklich auf jeden einzelnen ankommt, Rassismus im Sport endlich der Vergangenheit angehören zu lassen.

Anhand von Plakaten wurde vor Turnierbeginn zunächst ein kleiner Vortrag zum Thema Rassismus im Sport gehalten, in den 5. und 6. Klassen das Thema dann durch eine kleine Umfrage zum Thema Rassismus, einem Quiz und verschiedenen Informationen zu Menschenrechten vertieft und dadurch ein hoffentlich bleibendes Bewusstsein geschaffen!

 

 

 

2012/2013: Das Gymnasium Neuenbürg - eine

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

... hat sich die Klasse 9d gedacht und im Rahmen der Unterrichtseinheit „Nationalsozialismus“ im Fach Geschichte Plakatwände zum Thema „Antisemitismus im Dritten Reich“ gestaltet um damit einen kleinen Beitrag zur Erinnerung an die Verbrechen der NS-Zeit und „Gegen das Vergessen“ zu leisten.

Themen der einzelnen Plakate waren dabei einerseits die zunehmende Entrechtung der Juden im nationalsozialistischen Deutschland, die in der „Reichspogromnacht“ gipfelte. Zum anderen sollte - sofern das überhaupt möglich ist - der Holocaust dargestellt werden.

Mit einer Zusammenstellung verschiedener Textpassagen aus dem „Tagebuch der Anne Frank“ und Informationen zum Leben von Anne wurde darüber hinaus noch ein eindrücklicher Augenzeugenbericht aus dem „Dritten Reich“ verarbeitet, der einen direkteren und persönlicheren Zugang ermöglicht.                         

                                                                                                            H. Rück

2012/13: Gymnasium Neuenbürg vertreten bei Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Am Mittwoch den 30.01.2012 machten sich die Schülersprecher des Gymnasium Neuenbürg, Sarah Techert, Sarah Bürkle, Dennis Henning und Janek Schlittenhardt, mit den Verbindungslehrern, Frau Janischka und Frau Denninger auf den Weg in das Stuttgarter Schloss um bei der Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage Feier teil zu nehmen. Annika Müller konnte leider nicht teilnehmen da sie erkrankt war.

Unter dem Motto „Wir zeigen Gesicht“ wurde den Vertretern der insgesamt über 90 Schulen verdeutlicht, was „Diskriminierung“ überhaupt heißt und wie man erreichen kann, dies an den jeweiligen Schulen zu bekämpfen. Hauptgrund der Veranstaltung war jedoch, die finanzielle Basis von SOR – SMC zu feiern, die mit Hilfe von dem Kolping Bildungswerk Württemberg ermöglicht wurde, um eine erfolgreiche Zukunft für das Projekt in Baden Württemberg zu schaffen.

Claudia Sünder, Landeskoordinatorin SOR – SMC, begann den Abend. Sie begrüßte die Vertreter und die kommenden Redner, wie Bilkay Öney, Ministerin für Integration des Landes Baden-Württemberg, und Festredner Stephan J. Kramer, Generalsekretär des Zentralrates der Juden in Deutschland. Das gesamte Programm wurde von unterschiedlichen Musikauftritten von verschiedenen Schülerinnen und Schülern umrahmt und schaffte eine wohlfühlende Atmosphäre. Insgesamt war es ein sehr interessanter und informativer Abend für die Schülersprecher und die Lehrer des Gymnasiums, die nach diesem Tag alles dafür tun werden,  um Diskriminierung kein zu Hause in Neuenbürg zu geben. Weitere Informationen auch unter http://www.schule-ohne-rassismus-bw.de/

Dennis Henning

 

2011/12: Anti-Mobbing-Plakate – ein Projekt der Klasse 7b

Als Lektüre für das 7. Schuljahr hatten wir uns den 1999 erschienen Jugendroman Nicht Chicago. Nicht hier von Kirsten Boie ausgesucht. In dem Buch geht es um den 13jährigen Niklas, der aus nicht ersichtlichen Gründen von Karl, dem Neuen in der Klasse, gemobbt wird.  Bereits am ersten Schultag beginnen die Drangsalierungen mit einem CD-Diebstahl. In den folgenden Wochen nehmen die Gewalttaten zu: Karl entwendet das CD-ROM-Laufwerk von Niklas‘ Vater, sprüht Niklas CS-Gas ins Gesicht, bedroht Niklas mit einem Messer, zerstört Niklas‘ Handy, schlägt ihn zusammen, terrorisiert ihn am Telefon und tötet schließlich sogar das Kaninchen von Niklas. Niklas steht dieser Spirale der Gewalt zunächst hilflos gegenüber und erzählt seinen Eltern erst spät von Karls Übergriffen. Doch weder Eltern, Lehrer noch die Polizei können Karl stoppen.
Neben der Auseinandersetzung mit den verschiedenen Romancharakteren haben wir uns im Deutschunterricht besonders mit dem Thema „Mobbing“ beschäftigt. Am Ende der Lektüreeinheit haben wir jeweils zu dritt ein Anti-Mobbing-Plakat erstellt. Nach selbstständigen Recherchen im Internet haben wir uns auf unseren Plakaten mit verschiedenen Aspekten des Themas „Mobbing“ auseinandergesetzt, u.a. mit Ursachen, Erscheinungsformen und Auswirkungen von Mobbing, mit typischen Täter- und Opferprofilen, mit Cybermobbing und mit Maßnahmen gegen Mobbing. Unsere Plakate könnt ihr zzt. im Foyer der Schule anschauen. Außerdem haben wir hier nochmal die wichtigsten Informationen zum Thema Mobbing übersichtlich zusammengestellt.
 
Redaktion: S. Mischler

 

 

seit 2008:

Eine Schule ohne Rassismus – eine Schule mit Courage

Zehntklässler des Neuenbürger Gymnasiums besuchen das Konzentrationslager Dachau / Unterschriften gesammelt

Von Carolin Buderer, Victoria Becht, Jasmin Lächler und Annabell Kosalla

[Foto: Konzentrationslager Dachau]
Das KZ in Dachau

Neuenbürg. Einen Einblick in die Situation Deutschlands zur Zeit Adolf Hitlers haben die Schüler der zehnten Klassen des Gymnasiums Neuenbürg bekommen, als sie die KZ-Gedenkstätte in Dachau besuchten.

Dort wurde, kurz nachdem Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt wurde, ein Konzentrationslager für politische Gefangene errichtet. Es diente als Modell für alle späteren Konzentrationslager und als »Schule der Gewalt« für die Männer der SS. In den zwölf Jahren seines Bestehens waren hier mehr als 200 000 Menschen aus gesamt Europa inhaftiert. Mehr als 43 000 wurden ermordet. Am 29. April 1945 befreiten amerikanische Truppen die Überlebenden.

Nur schwer konnten sich die Jugendlichen vorstellen, was sich dort damals ereignet hat. Jedoch wurden ihnen durch Filme und die mühevoll gestaltete Ausstellung der Gedenkstätte Bilder geboten, wie man sie nur äußerst selten zu Gesicht bekommt.

Nach wie vor ist es für viele unfassbar, wie grausam und unmenschlich damals mit Menschen umgegangen wurde. Und auch wenn es schon lange der dunklen Vergangenheit Deutschlands angehört, stellte sich oft die Frage, ob der »Mensch von heute« immer noch zu solchen Taten fähig wäre, und ob er sich von der Masse genauso hätte verblenden lassen. Man kann zwar nichts ungeschehen machen, aber man kann zeigen, dass man aus Fehlern gelernt hat und sich auch auf die Seite von Minderheiten stellt, war das Fazit. Deshalb sammelte das Gymnasium Neuenbürg Unterschriften, um ein Zeichen gegen Gewaltbereitschaft und Rassismus an Schulen zu setzen. Aufgrund der großen Beteiligung an der Kampagne darf sich Neuenbürgs Gymnasium nun »Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage« nennen.

Die offizielle Übergabe des Titels erfolgt beim Schulfest am 18. Juli 2010.