Sozialpraktikum der 9. Klassen - Schülereindrücke

Seit mittlerweile 3 Jahren gibt es am Gymnasium Neuenbürg ein Sozialpraktikum für Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen. Das Sozialpraktikum ist nicht als ein Praktikum im üblichen Sinne gedacht, bei dem die spätere Berufswahl im Vordergrund steht. Es soll vielmehr versucht werden, Vorurteile gegenüber anderen abzubauen, Verständnis zu stärken und Hemmschwellen und Berührungsängsten abzubauen. Im Folgenden einige Eindrücke beteiligter Schüler:

  • „Ich fand das Sozialpraktikum klasse. Ich war in einer Begegnungsstätte in Pforzheim. Dort habe ich viele alte Menschen getroffen. Diese waren sehr aufgeschlossen und lebensfroh. Von nun an begegne ich älteren Menschen hoffentlich mit einer anderen Vorstellung.“
  • „Ich war im Kindergarten in Conweiler. Dort durfte ich mit Kindern spielen und ihnen helfen. Ehrlich gesagt hat es mir nicht so sehr Spaß gemacht und auf jeden Fall weiß ich, dass ich niemals Erzieherin werden möchte. Aber zu sehen, wie dort mit Kindern umgegangen wird und auch wie anstrengend der Beruf ist, war trotzdem eine sehr gute Erfahrung für mich.“
  • „Ich war in einem Seniorenzentrum. Es war sehr interessant dort zu helfen. Dort habe ich mit älteren Menschen (auch mit dementen) verschiedene Brettspiele gespielt. Ich merkte schnell, dass das Spielen selbst nur Nebensache war. Es war den Leuten viel wichtiger, dass jemand da ist, das jemand für sie da ist, sich jemand um sie kümmert und dass sich jemand für sie interessiert.“
  • „Ich war im Kindergarten und dort habe ich gelernt, dass Kinder anstrengend sein können und wie wichtig es ist, seine Kinder gut zu erziehen. Das ist aber nicht leicht, wenn die Kinder nicht auf einen hören. Ich fand es schön, dass die Kinder mir gleich am Anfang so viel Zuneigung und Vertrauen entgegen gebracht haben. Von diesem Vertrauen könnten wir manchmal auch etwas lernen und nicht immer so misstrauisch gegenüber anderen zu sein.“
  • „Ich fand das Praktikum super! Ich habe in der Begegnungsstätte der Caritas in Pforzheim mitgearbeitet und habe jetzt ein anderes Bild der älteren Generation. Zudem hat es mir Spaß gemacht, im Team zu arbeiten und von jedem akzeptiert zu werden und nicht nur zuschauen zu dürfen. Die Besucher nahmen mich herzlich auf und freuten sich sehr über unseren Besuch."
  • „Mein Sozialpraktikum verbrachte ich in Pforzheim bei der Heilsarmee. Dort durfte ich mich um bedürftige Menschen wie Obdachlose oder auch Drogensüchtige kümmern und mit ihnen Spiele spielen. Die Woche war für mich sehr lehrreich, konnte ich doch viele Vorurteile abbauen.“

                                                                                                                                                                                                  Schüler der Klasse 9a