Autorenlesung 2015

„Indianer gehen immer“- Autorenlesung mit Nils Mohl  am Gymnasium Neuenbürg

 

Autorenlesungen haben am Gymnasium Neuenbürg mittlerweile Tradition. Jedes Jahr können so abwechselnd Klassenstufen der Unter-, Mittel- oder Oberstufe einen Jugenbuchautor kennen lernen. Organisiert werden  diese Begegnungen mit einem Autor von der Fachschaft Deutsch, ermöglicht werden sie  durch die finanzielle Unterstützung des Friedrich- Boedecker-Kreises und besonders des Freundeskreises des Gymnasiums Neuenbürg.

In diesem Jahr war der Hamburger Autor Nils Mohl, der für seinen Jugendroman „Es war einmal Indianerland“ 2012 den Deutschen Jugendliteraturpreis erhielt, eingeladen. Nils Mohl las vor Schülerinnen und Schülern  der Klassenstufe 10 aus diesem  Roman, der einen 17-jährigen Helden an der Schwelle zum Erwachsenwerden ins Zentrum der Handlung rückt.  Das innere Ringen des Helden, sein  Hin und Her, wird im Roman durch schnelle Schnitte und eine non-lineare Zeitstruktur abgebildet, die an Filme wie „Pulp Fiction“ oder „Short Cuts“ erinnern.  Nils Mohl betonte im Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern, dass er seinen Helden mit  den Themen, die auch  ihn als 17-Jährigen interessiert hätten- Sport, Mädchen, Festivals etc. – konfrontiert habe.

Nils Mohl kam mit den Schülerinnen und Schülern intensiv ins Gespräch über sein Leben, seinen beruflichen Werdegang , aber auch über sein Schreiben, den Literaturbetrieb und die Verfilmung seines Romans.

So erzählt der Autor zum Beispiel ausführlich und mit leichtem Augenzwinkern  über das Enstehen seines ersten Romans. Er berichtet über den Kommentar eines Freundes, dem er sein Exposé zu „Es war einmal Indianerland“ vorgestellt  habe und dessen damals eher gleichgültiger Kommentar  „Indianer gehen immer“, ihn eher im Weiterschreiben bestärkt habe. Schreiben  von Jugendromanen hat für Nils Mohl auch mit der Chance und Faszination zu tun, mehr als einmal jung zu sein.

Nils Mohls offene Art und seine zugleich humorvolle, aber auch die Schüler ernst nehmende Haltung im Gespräch ließen diese Autorenlesung zu einem besonderen Gewinn werden.                                                                                                                                                         (A. Lasch)